Bild: © Otto Bock Healthcare GmbH, Duderstadt

Berufsausbildung:

Grundsätzlich sollte der Bewerber über eine gute und schnelle Auffassungsgabe und handwerkliches Geschick verfügen .Der Orthopädietechniker wird sowohl mit dem Handwerk und modernster Technik, als auch mit Menschen in Berührung kommen, die auf seine Hilfe und sein Verständnis angewiesen sind. Insofern ist technisches Interesse, körperliche Gewandtheit und psychologisches Einfühlungsvermögen gleichermaßen wichtig.

Alle Mitglieder der Landesinnung Hessen für Orthopädie-Technik sind gemäß der Handwerksordnung berechtigt, Auszubildende in dem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf „Orthopädietechnik-Mechaniker/in“ auszubilden. Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre, wobei im 2. Ausbildungsjahr der 1. Teil der Gesellenprüfung und am Ende der Ausbildung der 2. Teil der Gesellenprüfung vor dem zuständigen Prüfungsausschuss der Handwerkskammer Rhein-Main abgelegt wird. In der Regel wird bei Ausbildungsbeginn eine bis zu vier Monate dauernde Probezeit vereinbart.

Die Ausbildung erfolgt im dualen System, d.h. die Auszubildenden besuchen während der Ausbildung die Berufsschule und nehmen auch an überbetrieblichen Unterweisungsmaßnahmen teil. Auf beroobi.de, einem Projekt von Schulen ans Netz e.V.,finden Sie ab jetzt den Beruf "Orthopädiemechaniker/in und Bandagist/in" (Bezeichnung des Ausbildungsberufes bis 31.07.2013) als interaktive und multmedial aufbereitete Berufsbilddarstellung http://www.beroobi.de/berufe/orthopaediemechaniker .

Der Ausbildungsrahmenplan ist die Grundlage für die betriebliche Ausbildung, in der die zu vermittelnden Kenntnisse und Fertigkeiten sachlich und zeitlich gegliedert sind.

Die Ausbildung in der Berufsschule ist durch den Rahmenlehrplan geregelt. Er ist nach Ausbildungsjahren gegliedert und umfasst Lerngebiete, Lernziele und Zeitrichtwerte, die mit dem Ausbildungsrahmenplan abgestimmt sind. Der Berufsschulunterricht wird in Blockform (jeweils zwei Unterrichtsblöcke pro Ausbildungsjahr) für alle hessischen Auszubildenden zentral in der Saalburgschule in Usingen/Taunus erteilt (http://www.sbs-usingen.de). Vermittelt werden insbesondere Kenntnisse in den Bereichen Werkstoffkunde, angewandte Biomechanik, technische Mathematik, Anatomie , Pathologie sowie handwerklich-technische Fertigkeiten.

Wer die Gesellenprüfung erfolgreich abgeschlossen hat, kann sich beruflich fortbilden, in dem er z.B. nach einigen Jahren Berufserfahrung die Meisterprüfung im Orthopädietechniker-Handwerk absolviert und damit die Voraussetzungen zur selbständigen Tätigkeit und Lehrausbildungsbefähigung in diesem Handwerk erfüllt.

Die Bundesfachschule für Orthopädie-Technik in Dortmund bietet einen Jahres-Lehrgang in Theorie und Praxis an, der mit der Meisterprüfung und dem Europa-Diplom abschließt. Darüber hinaus bietet sie kontinuierlich fachbereichsinterne als auch interdisziplinäre Fortbildungsseminare an.

Bei Vorliegen der erforderlichen Zulassungsvoraussetzungen besteht auch die Möglichkeit, im Rahmen eines 6-semestrigen Studienganges Technische Orthopädie an der Fachhochschule Münster/Westfalen die Qualifikation als "Bachelor of Engineering" zu erlangen.

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