Bild: © MEV Verlag, Augsburg

Brustprothesen

Rund 45 000 Frauen erkranken jährlich an Brustkrebs. Damit ist die Inzidenz in Deutschland in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Andererseits konnte die Prognose verbessert werden: Knapp die Hälfte der Frauen wird geheilt, und bei den anderen können Überlebenszeit und Lebensqualität gesteigert werden. Bessere Therapiestrategien, wirksamere Medikamente und vor allem Maßnahmen zur Früherkennung sind dafür verantwortlich.

Wird das Mammakarzinom im Stadium T1N0M0 entdeckt – das heißt, es ist kleiner als zwei Zentimeter, und es gibt weder regionäre Lymphknoten- noch Fernmetastasen – schnellt die Heilungsrate auf über 90 Prozent hoch. Die operative Vorgehensweise hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten ebenfalls verändert. Früher galt die radikale Mastektomie als Standardmethode, heute können Operateure immer häufiger die befallene Brust erhalten. Gegenwärtig ist das bei fast zwei Dritteln der Frauen möglich. Welche Vorgehensweise indiziert ist, hängt von den Umständen im individuellen Fall ab.

Des weiteren werden rekonstruktive Verfahren nach Mastektomien verstärkt eingesetzt. Trotzdem bleiben wegen der insgesamt hohen Inzidenzzahlen noch viele Tausende von Frauen, die nach Brustentfernung eine möglichst gute Versorgung mit Prothesen wünschen. Und sie können diese auch erhalten. Denn hier ist die Entwicklung ebenfalls vorangeschritten. Moderne Brustprothesen zeichnen sich nicht nur durch eine ästhetische Formgebung, sondern auch durch Materialien aus, die angenehm zu tragen und hautfreundlich sind. Optimal nutzen lassen sich ihre Vorteile nur, wenn die Brustprothesen fachgerecht angepasst werden.