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Diabetes

Sechs Millionen Diabetespatienten gibt es heute in Deutschland, über 90 Prozent von ihnen sind Typ-2-Diabetiker. Wenn präventive Maßnahmen nicht deutlich besser greifen als bisher, werden es allein auf Grund der demografischen Entwicklung im Jahr 2010 rund zehn Millionen sein. Parallel dazu werden auch die typischen Komplikationen zunehmen: Herzinfarkt, Nierenschaden, Erblindung, Schlaganfall und Amputation.

Die Devise muss daher lauten, Diabetes und seine Komplikationen effektiv zu bekämpfen. Zwar kann die genetische Disposition nicht beeinflusst werden, aber eine gesündere Ernährung sowie mehr körperliche Bewegung können die Manifestation des Typ-2-Diabetes verhindern oder zumindest verzögern. Gleichzeitig kann eine frühzeitige Diagnose und konsequente Therapie die Komplikationsrate reduzieren. Produkte aus dem Sanitätshaus wie Blutzuckermessgeräte unterstützen dies. Im Hinblick auf die Komplikation "Diabetisches Fußsyndrom" (DFS) tragen spezielle Schuhe, Einlagen sowie in Einzelfällen Entlastungsorthesen dazu bei, Amputationen zu vermeiden.

Trotz aller Bemühungen ist in den letzten zehn Jahren die Zahl der Amputationen angestiegen: Im Jahr 2003 wurden in Deutschland rund 31000 Amputationen im Bereich der unteren Extremitäten bei Zuckerkranken vorgenommen. Es wird daher auf absehbare Zeit mit einer ähnlich hohen Anzahl von Diabetikern zu rechnen sein, die nach Operationen prothetisch zu versorgen sind. Mit modernen Prothesen, die der individuellen Situation des Patienten angepasst sind, können Orthopädietechniker den Patienten Gangsicherheit geben und ihre Aktivität erhalten.